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Wie entsteht GIST?
Unkontrollierte Zellvermehrung durch Veränderungen im Erbmaterial
Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, welche Mechanismen der Entwicklung von gastrointestinalen Stromatumoren zugrunde liegen: In bestimmten Zellen des Verdauungssystems kommt es zu Abweichungen im Erbmaterial (Genmutationen). Durch diese Mutationen entstehen fehlerhafte Bindungsstellen (Rezeptoren) auf der Zelloberfläche, bei GIST sind es fast immer Veränderungen im sogenannten c-KIT-Rezeptor. Normalerweise binden an diese Rezeptoren von außen Botenstoffe, die über einen in der Zelle gelegenen Teil des Rezeptors, eine sogenannte Tyrosinkinase, kontrolliert Signale zu Zellwachstum und ‑vermehrung auslösen. Bei einem fehlerhaften (mutierten) c-KIT-Rezeptor wird unabhängig von Signalstoffen eine Daueraktivierung der Tyrosinkinase und damit von Prozessen in der Zelle ausgelöst, die zu Zellwachstum und -teilung führen. Dies erfolgt unkontrolliert, d. h. die GIST-Zellen teilen sich permanent und siedeln sich unter Umständen in anderen Organen wie der Leber als sogenannte Tochtergeschwülste oder Metastasen ab.

- Abb. 1: Bei GIST kommt es durch Mutation des c-KIT-Rezeptors zu einer Daueraktivierung der Tyrosinkinase. Dies führt wiederum zu unkontrolliertem Zellwachstum.
Ursachen sind nicht bekannt
Wodurch diese Veränderungen im Erbgut entstehen, ist nach wie vor ungeklärt. Risikofaktoren für die Erkrankung sind bislang nicht bekannt, auch wird GIST – bis auf sehr wenige Ausnahmefälle – nicht vererbt.
Weiterführende Informationen
Literaturliste Onkotelegramm
Die Literaturliste zum aktuellen Onkotelegramm 01/2011 finden Sie hier.
Literaturliste
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GIST Therapie
Möglichkeiten der Behandlung von GIST

Bei GIST gilt eine operative Entfernung des Tumors als Therapie der Wahl. Neue Medikamente konnten die Behandlung verbessern, wenn eine OP nicht möglich ist.
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Häufige Fragen
Häufige Fragen zu GIST

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