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Wie kann ich mich selbst untersuchen?

Die Selbstabtastung spielt die wichtigste Rolle bei der Entdeckung von Brustkrebs: Die meisten Tumoren werden nämlich durch die Patientin selbst entdeckt. Daher raten Frauenärzte jeder Frau, sich spätestens ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig selbst zu untersuchen. Die Untersuchung kostet Sie 5 Minuten. - 5 Minuten, die sich lohnen und die Ihr Leben retten können.



Fragen Sie Ihren Arzt

Um auf Ihre individuellen körperlichen Voraussetzungen optimal eingehen zu können, sollten Sie unbedingt auch Ihren Arzt zu Rate ziehen und sich die verschiedenen Schritte der Selbstuntersuchung an Ihrem eigenen Körper genau zeigen lassen. Ihr Arzt kann Ihnen am besten sagen, auf was Sie in Ihrem speziellen Fall besonders achten müssen und welche Veränderungen möglicherweise ganz natürlich und damit unbedenklich sind.

Selbstuntersuchung: einmal monatlich

Die Brust sollte einmal monatlich von Ihnen selbst untersucht werden. Dies können Sie am besten in entspannter Rückenlage oder auch stehend unter der Dusche vornehmen, da die Hände dann besonders gut über die feuchte Haut gleiten.

Fester Rhythmus

Da sich das innere und äußere Erscheinungsbild der Brust periodisch im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus verändert, wird Ihnen Ihr Arzt empfehlen, die Selbstuntersuchung in einem festen Rhythmus vorzunehmen. Frauen vor den Wechseljahren sollten die Selbstuntersuchung an den ersten Tagen nach der Regelblutung durchführen, da in diesem Zeitraum das Brustdrüsengewebe am besten zu untersuchen ist.

Seien Sie aufmerksam bei ungewöhnlichen Veränderungen!

Achten Sie dabei auf ungewöhnliche Veränderungen oder auf Besonderheiten, wie

  • Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • Einziehung der Haut oder Brustwarze
  • Unterschiede in Größe und Umfang der Brust im Vergleich zur Gegenseite und früheren Untersuchungen
  • Flüssigkeitsaustritte aus einer Brustwarze (z.B. wässrig, blutig, eitrig)
  • Veränderung der Hautfarbe der Brust (z.B. starke Rötung)
  • Knoten bzw. vergrößerte Lymphknoten in der Achselhöhle.

Wie führe ich die Untersuchung durch?

Betrachten Sie Ihre Brüste im Spiegel. Stützen Sie hierbei die Arme in den Hüften ab. Unterscheiden sich die Brüste in Form, Lage, Größe ungewöhnlich voneinander? Stellen Sie eine Veränderung fest?

Heben Sie Ihre Arme über den Kopf: Folgen die Brustwarzen gleichmäßig dieser Bewegung? Betrachten Sie Ihre Brüste von vorne und von der Seite. Sind einseitig Falten, Vorwölbungen, Hauteinziehungen an Brust oder Brustwarze zu erkennen?

Tasten Sie mit allen Fingern der flachliegenden Hand systematisch Ihre Brust ab. Tasten Sie Verhärtungen oder Knoten? Untersuchen Sie auch den Warzenhof, den Übergang zur Achselhöhle und die Achselhöhle selbst. Lymphknoten zu tasten ist normal. Haben sie sich verändert, sind sie stark angeschwollen?

Drücken Sie die Brustwarze vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger. Tritt eine Flüssigkeit aus? Achten Sie auf deren Beschaffenheit und Farbe, um es dem Arzt mitteilen zu können.

Wiederholen Sie die systematische Untersuchung von Brust und Achsel im Liegen. Legen Sie dabei den Arm leicht nach oben.

Was muss ich tun, wenn ich bei mir Veränderungen an der Brust feststelle?

Sie sollten bei jeder Veränderung Ihren Frauenarzt aufsuchen. Er kann weitere Untersuchungen wie die Link zum GlossarMammographie zur Abklärung veranlassen. Scheuen Sie sich nicht davor, und behalten Sie diese belastende Beobachtung nicht für sich. Ihr Frauenarzt ist Fachmann auf diesem Gebiet und wird Sie vertrauensvoll unterstützen. Und haben Sie keine Angst, denn sehr häufig handelt es sich um gutartige Veränderungen: Drei von vier Knoten erweisen sich als flüssigkeitsgefüllte Bläschen im Gewebe (Zysten), Verdickungen des Bindegewebes oder Verhärtungen des Fettgewebes. Um dies aber mit Sicherheit sagen zu können, muss ein Arzt sie untersucht haben.