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In welchem Stadium befindet sich die Krebserkrankung?
Der wahrscheinliche Verlauf (die Prognose) sowie die Behandlung von Brustkrebs sind vom Krankheitsstadium und von weiteren Eigenschaften der Brustkrebszellen zum Zeitpunkt der Diagnose abhängig.
Stadienteilung mithilfe der TNM-Klassifikation und des Gradings
Zur Einteilung des Krebsstadiums wird - wie für andere Krebsarten auch - für den Brustkrebs die international gebräuchliche TNM-Klassifikation genutzt: Beurteilt werden dabei die Tumorgröße (T), der Befall von Lymphknoten (Nodalstatus = N) und das Vorliegen von
Metastasen (M).
Diese Angaben werden in der Regel um das sogenannte
Grading ergänzt, das Auskunft darüber gibt, wie aggressiv der Tumor ist, d.h. wie schnell er wächst, metastasiert oder erneut auftreten kann.
Frühes und spätes Krankheitsstadium
Anhand der Ausbreitung des Brustkrebses im Körper – also in die Lymphknoten und andere Gewebe (Metastasierung) - unterscheidet man frühe und fortgeschrittene Krankheitsstadien:
- Solange der Krebs auf die Brust begrenzt ist, handelt es sich um ein frühes Krankheitsstadium.
- Ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium liegt vor, wenn der Krebs gestreut hat, d.h. sich Krebszellen in Lymphknoten und anderen Geweben finden.
Bestimmung weiterer Tumoreigenschaften
Für die Therapieplanung beim Brustkrebs ist zusätzlich die Bestimmung von zwei Rezeptoren auf den Brustkrebszellen wichtig, und zwar den Hormonrezeptoren und des
HER2-Rezeptors.
Hormonrezeptorstatus
Etwa zwei Drittel der Brustkrebspatientinnen haben einen hormonabhängig wachsenden Tumor. Hierzu benötigt der Tumor die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, die über Rezeptoren auf den Brustkrebszellen das Krebswachstum beschleunigen (hormonrezeptor-positiver Brustkrebs). Bei diesen Patientinnen kann das Tumorwachstum durch antihormonell wirkende Medikamente (sogenannte endokrine Therapie) unterbunden werden. Die Bestimmung des Hormonrezeptorstatus bzw. des Östrogen- und Progesteronrezeptorstatus gehört daher routinemäßig bei der Einstufung des Brustkrebses dazu.
HER2-Rezeptor-Status
Es gibt auch Brustkrebszellen, auf denen sich Rezeptoren für den sogenannten Wachstumsfaktor HER2 verstärkt finden. Dies ist bei 25% aller Brustkrebserkrankungen der Fall. Über den HER2-Rezeptor kann auch das Wachstum von Brustkrebszellen angeregt werden. Um dies zu verhindern, wurde ein Antikörper entwickelt, der den HER2-Rezeptor blockiert, so dass der Wachstumsfaktor HER2 nicht mehr dort binden kann.