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Wie entsteht der Krebs in der Brust?

Die Krebsforschung konnte in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutliche Fortschritte machen. Trotzdem sind wesentliche Einzelschritte der Entstehung eines Tumors nach wie vor ungeklärt. Meist entsteht der Krebs spontan, also ohne, dass ein sicherer Auslöser festgemacht werden kann.

Risikofaktoren

Risikofaktor Brustkrebs: höheres Lebensalter

Abb. 1 Weibliches Geschlecht, höheres Lebensalter und familiäre Belastung sind die wichtigsten Risikofaktoren für Brustkrebsentstehung.

Auch die eigentliche Ursache für Brustkrebs ist noch immer nicht bekannt. Die Forscher haben aber eine Reihe von Risikofaktoren aufgedeckt, die das individuelle Brustkrebsrisiko erhöhen:

  • Höheres Lebensalter; am häufigsten erkranken Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr
  • Familiäre Belastung, d.h. Brustkrebserkrankung bei nahen Verwandten wie Mutter oder Schwester
  • Frühe erste Menstruation (<12. Lebensjahr) oder spätes Einsetzen der Wechseljahre (>52. Lebensjahr), d.h. der Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen spielt eine entscheidende Rolle
  • Kinderlosigkeit oder späte erste Schwangerschaft (>30. Lebensjahr)
  • Nicht-Stillen oder kurze Stillzeit (<6 Monaten)
  • Brustkrebs der Gegenseite
  • Genetische Veränderungen im sogenannten BRCA1/2-Gen
  • Ungesunde Lebensweise, z.B. fettreiche Ernährung, Rauchen, Alkohol, wenig Bewegung
  • Sogenannte Link zum GlossarMastopathie, eine zunächst gutartige Veränderung im Brustdrüsengewebe

Hauptrisikofaktor: weibliches Geschlecht

Risikofaktoren, die mit den Lebensgewohnheiten zu tun haben, können Sie durch einfache Maßnahmen verringern. Andere Faktoren lassen sich jedoch nicht beeinflussen. Auch kann Brustkrebs bei Frauen auftreten, die keine der oben genannten Risikofaktoren haben. Im Prinzip ist daher das weibliche Geschlecht ein entscheidender unbeeinflussbarer Risikofaktor. Zwar erkranken nicht nur Frauen, aber der Anteil der an Brustkrebs erkrankten Männer liegt bei <1%. Weil also die eigentliche Ursache des Brustkrebses meist nicht bekannt ist und es viele unbeeinflussbare Risikofaktoren gibt, kann man sagen, dass man als Frau generell gefährdet ist, an Brustkrebs zu erkranken. Daher ist für alle Frauen wichtig, Maßnahmen zur Brustkrebsfrüherkennung zu kennen und zu nutzen.

Entwicklung von Brustkrebs

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Entstehung des Brustkrebses darauf beruht, dass der Körper die Kontrolle über das Wachstum und die Vermehrung bestimmter Zellen des Brustgewebes verliert. Diese Zellen sind nicht mehr in der Lage, ihre eigentliche Funktion zu erfüllen. Sie bleiben in einem bestimmten Stadium ihrer Entwicklung stecken und sind biologisch gesehen unreif, man spricht auch von "entarteten" Zellen.

Fortgeschrittene Brustkrebserkrankung: Ausbreitung von Brustkrebszellen im Körper

Risikofaktor Brustkrebs: höheres Lebensalter - Stephen Sweet © fotolia

Abb. 2 Breiten sich die Tumorzellen im Körper aus, spricht man von fortgeschrittener Krebserkrankung.

Eine besondere Gefahr besteht darin, dass sich die entarteten Krebszellen in andere Gewebe ausbreiten und diese dann schädigen können. Man spricht dann davon, dass der Krebs metastasiert. Beim Brustkrebs erfolgt dies vor allem in Leber, Knochen und Gehirn. Metastasiert ein Krebs, so handelt es sich um ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium. Das heißt, in diesem Stadium ist es meist nicht mehr möglich, die Krankheit grundsätzlich zu heilen.