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Glossar: Krebserkrankungen


Adenom

Gutartige Geschwulst aus der Schleimhaut oder dem Drüsengewebe, die bösartig entarten kann.


Adjuvante Therapie

Nachbehandlung (z. B. Chemotherapie), die nach einer Operation eingesetzt wird, zur Vorbeugung eines Rückfalls und zur Abtötung möglicher mikroskopischer Herde.


Antihormonelle Therapie

Häufig wächst der Brustkrebs in Abhängigkeit vom Hormon Östrogen. Antihormone hemmen die Wirkung oder Bildung des Östrogens und damit das Tumorwachstum.
Wird auch als endokrine Therapie oder Hormontherapie bezeichnet.


Antikörper

Eiweißmoleküle, die körperfremde, aber auch körpereigene Strukturen erkennen und sich an diese heften und damit unschädlich machen können; der Antikörper Trastuzumab wird in der Therapie des HER2-positivem Brustkrebs eingesetzt, er bindet an Link zum GlossarHER2-Rezeptoren auf Brustkrebszellen und verhindert damit die Übertragung von Wachstumssignalen.


Antikörper

Eiweißmoleküle, die sehr spezifisch bestimmte Strukturen erkennen und sich an diese heften und damit unschädlich machen können.


Aromatasehemmer

Werden bei hormonabhängig wachsenden Tumoren im Rahmen einer Link zum GlossarHormontherapie eingesetzt. Sie hemmen die Umwandlung von Östrogen-Vorläuferstufen in Östrogen und damit die Östrogenproduktion und letztendlich das Tumorwachstum.


Bevacizumab

Link zum GlossarAntikörper zur Behandlung von Krebs.


Biopsie

Entnahme und Untersuchung einer Gewebeprobe zur Diagnosestellung und damit Therapieplanung und Abschätzung des Krankheitsverlaufs.


BRCA1/2

Mutation in den Erbanlagen BRCA1/2 gehen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko für Brustkrebs einher.


Brustzentrum

Hier werden Brustkrebspatientinnen umfassend und nach dem neuesten Stand der Wissenschaft betreut: Diagnostik, Therapie und Nachsorge liegen hier in einer Hand und erfolgen hier anhand hoher Qualitätsstandards.


Chemotherapie

Behandlung mit bestimmten Medikamenten (sog. Zytostatika), die das Wachstum der Krebszellen hemmen.


Cetuximab

Link zum GlossarAntikörper zur Behandlung von Krebs.


c-KIT(-Rezeptor)

Veränderungen im sogenannten c-KIT-Rezeptor auf Zellen des Verdauungssystems sind Ursache der GIST-Erkrankung. Der c-KIT-Rezeptor ist eine Bindungsstelle auf Zellen für Signalstoffe, die Zellwachstum und -teilung regulieren. Bei GIST ist der Rezeptor dauerhaft aktiviert, so dass sich die Zelle unkontrolliert vermehrt.


Computertomographie (CT)

Computerunterstützte Röntgenuntersuchung, die Schnittbilder des Körpers erzeugt und so eine genaue Beurteilung der Lage und Größe von Organen oder auch eines Tumors erlaubt.


Darmpolypen

Finger- oder pilzähnlich aussehende gutartige Schleimhautwucherungen, die in den Hohlraum des Darms hineinragen.


Darmspiegelung

Untersuchung der Darmschleimhaut mithilfe eines beweglichen Schlauches, in dem ein optisches System und häufig eine kleine Link zum GlossarBiopsiezange zur Entnahme von Gewebsproben stecken.


Darmzentrum

Hier werden Darmkrebspatienten umfassend und nach dem neuesten Stand der Wissenschaft betreut: Diagnostik, Therapie und Nachsorge liegen hier in einer Hand und erfolgen hier anhand hoher Qualitätsstandards.


Dickdarm

Abschnitt des Verdauungssystems zwischen Dünndarm und After; bestehend aus einem aufsteigenden Abschnitt, einem querverlaufenden Teil, einem absteigenden Abschnitt, einem S-förmigen Teil und dem Endabschnitt, der als Enddarm oder Mastdarm bezeichnet wird.


Enddarm

Letzter Abschnitt des Darms vor dem After; wird auch als Mastdarm oder Rektum bezeichnet.


Endokrine Therapie

Häufig wächst der Brustkrebs in Abhängigkeit vom Hormon Östrogen. Antihormone hemmen die Wirkung oder Bildung des Östrogens und damit das Tumorwachstum.
Wird auch als endokrine Therapie oder Hormontherapie bezeichnet.


Endoskop

Röhrenförmiges, mit Lichtquelle und optischem System ausgestattetes Instrument.


Endoskopie

Spiegelung und Ausleuchtung von Hohlorganen oder Körperhöhlen mit Hilfe eines Link zum GlossarEndoskops. Es besteht die Möglichkeit einer Gewebsentnahme und kleiner operativer Eingriffe.


Familiäre adenomatöse Polyposis (FAP)

Erbkrankheit, die aufgrund von Genmutationen ein extrem erhöhtes Risiko für eine bösartige Geschwulst in Mastdarm und Dickdarm aufweist.


Familiäres nicht polypöses kolorektales Karzinom (Hereditary Nonpolyposis Colon-Cancer (HNPCC) oder Lynch-Syndrom)

Erbkrankheit, die aufgrund einer genetischen Veranlagung ein sehr hohes Risiko für Darmkrebs aufweist.


5-Fluorouracil (5-FU)

Zytostatikum zur Behandlung von Darmkrebs, wird heutzutage überwiegend in Kombination mit Link zum GlossarFolinsäure und weiteren Substanzen eingesetzt.


Folinsäure (FS)

Vitamin, das die Wirksamkeit von 5-Link zum GlossarFluorourcil (5-FU) steigert.


Früherkennung

Untersuchung zur Vorsorge, die empfohlen wird, um eine bestimmte Krankheit in einem sehr frühen Stadium zu entdecken, wenn noch keine Beschwerden und Anzeichen der Erkrankung aufgetreten sind.


Grading

Klassifizierung des Krebses danach, in welchem Maße er entartet ist, d.h. wie stark sich die Krebszellen von normalen Zellen unterscheiden. Je stärker sie sich unterscheiden, desto bösartiger ist der Krebs.


Hämoccult-Test

Untersuchung zum Nachweis von nichtsichtbarem Blut im Stuhl, wobei die Stuhlprobe auf ein Testpapier aufgetragen wird.


HER2-Rezeptor

Bindungsstelle (Rezeptor) auf Tumorzellen für den sog. Wachstumfaktor HER2/neu. Dieser stimuliert die Tumorzellen zu starkem Wachstum und Vermehrung.


Histologie/histologische Begutachtung

Wissenschaft und Lehre vom Feinbau der Körpergewebe. Sie erlaubt u.a. die Beurteilung, ob ein gut- oder bösartiger Tumor vorhanden ist, und kann Hinweise auf den Entstehungsort geben.


Hormonrezeptor

Bindungsstelle (Rezeptor) auf vielen Zellen im Körper für bestimmte Botenstoffe, die Hormone. Verschiedene Wirkungen werden nach Hormonbindung in der Zelle ausgelöst, z.B. Wachstum. Es gibt viele verschiedene Rezeptortypen und auch nicht alle Zellen tragen die gleichen. Brustkrebszellen haben in vielen Fällen Rezeptoren für die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron, über die Wachstum und Vermehrung der Krebszellen angeregt werden.


Hormontherapie

Häufig wächst der Brustkrebs in Abhängigkeit vom Hormon Östrogen. Antihormone hemmen die Wirkung oder Bildung des Östrogens und damit das Tumorwachstum.
Wird auch als endokrine Therapie oder Hormontherapie bezeichnet.


Irinotecan

Wirkstoff, der als Chemotherapeutikum in der Darmkrebstherapie verwendet wird.


Karzinom

Bösartiger Tumor; Krebs.


Klimakterium

Wechseljahre - hierbei handelt es sich um die Umstellung von der Geschlechtsreife zum Greisenalter der Frau. Umfasst meistens das 45. bis 55. Lebensjahr. Die Hormonproduktion in den Eierstöcken kommt zum Erliegen und damit auch der weibliche Regelzyklus.


Koloskopie

Darmspiegelung; Untersuchung der Darmschleimhaut nach Auffälligkeiten; an verdächtigen Stellen können Gewebeproben entnommen werden.


Krebs

Bezeichnung für eine bösartige Geschwulst; unkontrolliert wachsendes Gewebe, das verdrängend in gesundes Gewebe einwächst und hierbei schwere gesundheitliche Störungen verursacht.


Künstlicher Darmausgang (Stoma oder Anus praeter)

Operative Verlegung des Darmausganges durch die Bauchdecke.


Kurative Therapie

Therapieansatz in der Krebsbehandlung, bei dem die Heilung, also die vollständige Entfernung des Tumors, das Ziel ist.


lokal

örtlich.


Lymphe

Flüssigkeit in den Lymphgefäßen. Die Lymphe enthält Zellen des Abwehrsystems (Immunsystems) und dient der Reinigung von Abfallprodukten aus Geweben und Blutkreislauf.


Lymphknoten

Bestandteil des Lymphsystems und damit des Abwehrsystems (Immunsystems) im Körper; wichtige Aufgaben sind Reinigung und Filterung der Link zum GlossarLymphe. Bei Brustkrebs werden auch immer die Lymphknoten bei der Operation mit entfernt und untersucht, um zu sehen, ob sich hier schon Brustkrebszellen finden. Dies ist wichtig, um die richtige Therapie auszuwählen.


Mammakarzinom

Bösartiger Tumor der Brust, Brustkrebs.


Mammographie

Röntgenuntersuchung der Brust.


Mastektomie

Operative Entfernung der gesamten Brust.


Mastopathie

Gutartige Veränderung im Brustdrüsengewebe, in wenigen Fällen (5%) liegt eine Spezialform der Mastopathie mit veränderten Brustdrüsenzellen vor; diese Spezialform geht mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einher.


Menarche

Erste Regelblutung. Meist zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr.


Menopause

Letzte Menstruationsblutung, die von den Eierstöcken gesteuert wird. Meist um das 50. Lebensjahr.


Metastase

Tochtergeschwulst, Absiedlung von Krebszellen in verschiedenen Organen im Körper


Metastasierung

Ausbreitung/Absiedelung von Krebszellen im Körper, auch als Tochtergeschwülste bezeichnet


Neoadjuvante Therapie

Eine Strahlen-, Chemo- oder Hormontherapie vor einer Operation, um den Tumor zu verkleinern, damit eine Operation überhaupt erst möglich wird oder der Tumor besser zu operieren ist.


Onkologie

Lehre von den Krebserkrankungen


Östrogen

Weibliches Geschlechtshormon


Oxaliplatin

Chemotherapeutikum, das zur Behandlung von Darmkrebs eingesetzt wird.


Palliative Therapie

Hierbei handelt es sich um lindernde Therapiemaßnahmen, wenn der Krebs nicht mehr ursächlich bekämpft werden kann. Ziel ist das Mildern von krebsbedingten Symptomen, z.B. Schmerzbekämpfung, und Verlängerung von Lebenszeit.


Pathologe

Diese Ärzte beschäftigen sich mit der Ursache und dem Verlauf von Krankheiten. Hierzu untersuchen sie unter anderem Gewebe- und Zellproben unter dem unter dem Mikroskop auf Veränderungen. Zusätzlich kommen heutzutage moderne Verfahren wie molekulare bzw. DNA-Analysen hinzu.


Polyp

Gutartige Wucherung der Schleimhaut; bestimmte Arten können zu bösartigen Geschwülsten entarten.


Postmenopause

Nach den Wechseljahren.


Prämenopause

Vor den Wechseljahren.


Progesteron

Weibliches Geschlechtshormon.


Rektum

Mast- oder Enddarm, letzter Abschnitt des Dickdarms.


Rezeptoren

Bestimmte Bindungsstellen an Zellen für Botenstoffe, z.B. für Hormone.


Rezidiv

Wiederauftreten eines Tumors.


Risikofaktoren

Umstände, die die Entstehung einer Erkrankung begünstigen.


Screening

Auf eine bestimmte Krankheit gerichtete Untersuchungen zur Erkennung von symptomlosen Krankheitsträgern (möglichst im Frühstadium).


Sentinel-Lymphknoten

Wird auch als Wächter-Lymphknoten bezeichnet. Erster Lymphknoten der im Lymphabflussgebiet der Brust liegt.


Staging

Einstufung des Tumors anhand seines Stadiums, d.h. meist anhand von Größe sowie Ausbreitung in Lymphknoten und andere Gewebe. Hiernach richten sich Verlauf und Behandlung der Tumorerkrankung.


Strahlentherapie

Medizinische Anwendung von Strahlen, um Krankheiten zu heilen oder ihr Fortschreiten hinauszuzögern.


Systemische Therapie

Eine Behandlung, die im gesamten Körper wirkt. Hierzu gehören meist Chemo- und Hormontherapie.


TNM-Klassifikation

International gebräuchliche Einteilung von Tumoren. Beurteilt werden Tumorgröße (T), Lymphknotenbefall (Nodalstatus = N) und Ausbreitung in weitere Körpergewebe (Metastasierung = M).


Wächter-Lymphknoten

Wird auch als Sentinel-Lymphknoten bezeichnet. Erster Lymphknoten der im Lymphabflussgebiet der Brust liegt.


Zytostatika

Medikamente, die bei einer Chemotherapie verwendet werden, um das Wachstum der Krebszellen zu hemmen.