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Gute Erfahrungen beim Mammographie-Screening

Neun von zehn Teilnehmerinnen würden einer erneuten Einladung folgen

Das von den gesetzlichen Krankenkassen eingeführte Mammographie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs kommt bei den anspruchsberechtigten Versicherten offenbar gut an: Neun von zehn Frauen, die das Screening bereits in Anspruch genommen haben, würden ersten Auswertungen einer großen deutschlandweiten Umfrage zufolge auch bei der nächsten Einladung wieder teilnehmen. Die Untersuchung zum Thema: "Inanspruchnahme des Mammographie-Screening - Barrieren und erste Erfahrungen mit dem qualitätsgesicherten Screening" wurde von der Women's Health Coalition und der Frauenselbsthilfe nach Krebs initiiert und vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Befragt wurden 9.004 Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, die zufällig und unabhängig davon, ob sie bereits am Screening teilgenommen hatten oder nicht, ausgewählt worden waren. Neben einem Telefon-Interview wurden einige Frauen auch schriftlich befragt. Die Mehrheit der Befragten erkannte nach eigenen Angaben den Nutzen des Mammographie-Screenings an. 94 Prozent der Frauen, die das Screening bereits in Anspruch genommen hatten, glaubten demnach, dass das Mammographie-Screening die Heilungschancen bei Brustkrebs verbessern könne, weil es eine frühe Diagnose der Krankheit möglich mache. Auch 88 Prozent derer, die sich trotz Einladung gegen die Teilnahme am Screening entschieden hatten, teilten diese Auffassung. Vier Fünftel der Screening-Teilnehmerinnen und zwei Drittel der Nicht-Teilnehmerinnen waren der Meinung, dass der Nutzen des Screenings höher sei, als die durch die Strahlenbelastung eventuell zu erwartenden Nachteile. Die Mehrheit der Befragten befürwortete zudem, den konkreten Terminvorschlag im Einladungsschreiben zur Mammographie beizubehalten. Das würde die Teilnahme erheblich erleichtern.

Ziel der Untersuchung ist es, die Gründe für die Teilnahme bzw. Nichtteilnahme am Screening bei den Versicherten zu erfassen und noch bestehenden Informationsbedarf aufzudecken. So wüssten nach Auskunft von Irmgard Naß-Griegoleit, der Präsidentin der Women's Health Coalition, fast zwei Drittel der Befragten nicht, dass das Brustkrebsrisiko mit zunehmendem Alter ansteige. Weitere Aufklärung sei deshalb notwendig, um die Teilnahmebereitschaft am Screening weiter zu erhöhen.

Alle zwei Jahre haben gesetzlich versicherte Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf eine qualitätsgesicherte Mammographie-Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs. Die Kosten dafür werden von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen, auch die Praxisgebühr entfällt. Die Röntgenaufnahmen werden von mindestens zwei Ärzten unabhängig voneinander ausgewertet, innerhalb von sieben Werktagen werden die Frauen über das Ergebnis informiert. Bei unauffälligem Befund erhalten die Frauen nach zwei Jahren automatisch eine erneute Einladung.

Quelle

Link öffnet in neuem FensterPressemitteilung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 18. Dezember 2008

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