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Darmkrebs: Raucher erkranken und sterben öfter daran
Forscher empfehlen für Raucher einen früheren Beginn des Darmkrebsscreenings
Raucher haben ein höheres Risiko für Dickdarmkrebs und sterben häufiger an der Erkrankung als Nichtraucher. Das ergab eine zusammenfassende Auswertung von insgesamt 106 Studien mit fast 40.000 Darmkrebspatienten, deren Ergebnisse im Amerikanischen Ärzteblatt veröffentlicht wurden. Die Höhe des Erkrankungs- und Sterberisikos hing nicht nur von der Tatsache ab, ob geraucht wurde oder nicht, sondern auch von der Menge der pro Tag gerauchten Zigaretten und der Anzahl der Raucherjahre.
Die bisherigen Studienergebnisse zum Thema Rauchen und Darmkrebs, so die Autoren der aktuellen Untersuchung, seien uneinheitlich gewesen. Aus diesem Grund hätten sie eine zusammenfassende Bewertung verschiedener Studien vornehmen wollen. Es zeigte sich eine Erhöhung des Darmkrebsrisikos, die durch die weite Verbreitung des Rauchens einem Anstieg der Darmkrebsfälle um fast 11 zusätzlich Erkrankte pro 1.250 Personen entspricht (gerechnet für eine durchschnittliche Lebenserwartung von 80 Jahren). Dieser Zusammenhang war allerdings nur bei Rauchern statistisch signifikant, die 30 Jahre und länger geraucht hatten. Die Sterberate an Darmkrebs erhöhte sich durch Rauchen um 6 Todesfälle pro 1.250 Personen (auch hier bezogen auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von 80 Jahren). Für die Erfassung des Sterberisikos waren von den Forschern 17 Studien berücksichtigt worden.
Der gefundene Zusammenhang zwischen dem Rauchen und der gesteigerten Häufigkeit bzw. dem erhöhten Sterberisiko war für Krebs des Mastdarms (Rektumkarzinom) stärker als für Krebs des Dickdarms (Kolonkarzinom). Da zahlreiche Untersuchungen gezeigt hätten, dass Raucher nicht nur häufiger, sondern auch früher an Dickdarmkrebs als Nichtraucher erkranken, sollte das Screening zur Früherkennung von Darmkrebs mittels Darmspiegelung (Koloskopie) und Stuhluntersuchung auf Blut bei Rauchern früher beginnen, so die Empfehlung der Studienautoren.
Quellen
JAMA (2008, 300(23):2765-2778) (englisch)
Pressemitteilung vom 16. Dezember 2008 (englisch)
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