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Operation bei lokal fortgeschrittenem Nierenkrebs sinnvoll
Studie zeigt deutlich bessere Langzeitüberlebensraten als bei nicht-operativer Behandlung
Bei lokal fortgeschrittenem Nierenkrebs, der sich noch nicht in andere Organe ausgebreitet hat, wird in den meisten Fällen die erkrankte Niere durch eine Operation entfernt. Der für die Betroffenen oft beschwerliche Eingriff, in der Fachsprache Nephrektomie genannt, lohnt sich: Wie kanadische Wissenschaftler jetzt im British Journal of Urology berichteten, verbessern sich durch die Operation die langfristigen Überlebensaussichten der Patienten deutlich.
Für ihre Untersuchung bezogen die Forscher die Daten von mehr als 7.000 Patienten mit lokal fortgeschrittenem Nierenkrebs ein. Die große Mehrheit von ihnen hatte sich einer Operation unterzogen. Lediglich 282 Patienten hatten keine Operation erhalten, sondern waren mit nicht-operativen Methoden behandelt worden. Durch die Operation verbesserten sich die Überlebensraten deutlich. Während in der Gruppe der Operierten zehn Jahre nach Diagnosestellung noch fast 60 Prozent lebten, waren es in der Gruppe der Nicht-Operierten nur noch knapp 11 Prozent. Die statistische Analyse von nach Geschlecht, Alter, Tumorgröße und Zeitpunkt der Diagnose vergleichbaren Patienten ergab ein 5,1-fach erhöhtes krebsbedingtes Sterberisiko, wenn auf die Operation verzichtet wurde.
Angesichts dieser Ergebnisse sollte Patienten mit lokal fortgeschrittenem Nierenkrebs die Operation unbedingt angeraten werden, so die Wissenschaftler.
Quellen
British Journal of Urology (2008, 102(11):1610-1614) (englisch)
MedlinePlus vom 25. Dezember 2008 (englisch)
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